Bundesinnenminister Friedrich (CSU) stellte die aktuelle PMK Statistik für 2011 vor.
Für das Jahr 2011 wurden in Deutschland insgesamt 30.216 politisch motivierte Straftaten gemeldet. Dies bedeutet bundesweit einen Anstieg gegenüber dem Jahr 2010 (27.180) um rd. 11,2 %; bezogen auf die politisch motivierten Gewalttaten ist mit insgesamt 3.108 Delikten im Vergleich zum Vorjahr (2.636) eine Zunahme um rd. 17,9 % zu verzeichnen. Damit ist seit Einführung des derzeit geltenden Definitions- und Erfassungssystems im Jahre 2001 der bislang höchste Wert bei den politisch motivierten Gewalttaten erreicht worden. Zwei Todesopfer sind zu beklagen: Am 2. März 2011 verübte ein Einzeltäter einen Schusswaffenanschlag auf US-Soldaten in einem Militärbus auf dem Gelände des Flughafens Frankfurt/Main bei dem zwei US-Soldaten getötet und zwei weitere schwer verletzt wurden.
Bundesinnenminister Friedrich (CSU):
Auch unabhängig davon verzeichnet die Statistik für das vergangene Jahr einen Höchststand bei den politisch motivierten Gewalttaten. Sie stehen vor allem in den Bereichen der politisch motivierten Kriminalität–links und der politisch motivierten Kriminalität-Ausländer im Zusammenhang mit Demonstrationen. Damit hat sich die Befürchtung bestätigt, wonach der deutliche Rückgang der linken Gewalttaten im Jahr 2010 wohl eher eine Ausnahme von dem aus der Langzeitbetrachtung ablesbaren Trend einer seit 2005 steigenden bzw. zumindest auf hohem Niveau verharrenden linken Gewaltbereitschaft war.
Im Bereich der politisch motivierten Kriminalität-rechts haben die fremdenfeindlichen Gewalttaten mit ca. 22,7 % gegenüber dem Vorjahr in erschreckendem Umfang wieder zugenommen. […]
In Zahlen bedeutet das:
PMK-rechts 16.873(Vorjahr: 16.375) + 3,0 %
PMK-links 8.687(Vorjahr: 6.898) + 25,9 %
PMAK 1.010(Vorjahr: 917) + 10,1 %
PMK-sonstige 3.646(Vorjahr: 2.990) + 21,9 %
Bei den politisch motivierten Gewalttaten stellt sich das Bild im Vergleich links/rechts genau andersherum dar:
PMK-rechts 828(Vorjahr: 806) + 2,7 %
PMK-links 1809(Vorjahr: 1.377)+ 31,4 %
PMAK 256(Vorjahr: 153) + 67,3 %
PMK-sonstige215(Vorjahr: 300) - 28,3 %
Linke begangen im vergangenen Jahr also mehr als doppelt so viele Gewaltstrafttaten wie Rechte! Ausgehend von dem ohnehin schon hohen Niveau von 1377 Taten 2010 ist der Anstieg 2012 um 31,4% erschreckend hoch.
Die Detailbetrachtung fördert zu Tage, daß Demonstrationen zunehmend gewalttätiger verlaufen. Die bei den Kollegen gefühlte Tendenz wird somit auch durch die Zahlen bestätigt. Es ist nicht anzunehmen, daß Straftaten bei Demonstrationen lediglich stärker verfolgt worden sind als in den Vorjahren.
Immer häufiger wird die Polizei zum Ziel linker Gewalttäter, rechte Täter haben die Polizei dagegen deutlich seltener zum Ziel ihrer Angriffe gewählt:
Im Einzelnen entfielen mit rd. 70,3 % (Vorjahr: rd. 49,3 %) die weitaus meisten dieser Fälle auf den Bereich der PMK-links (2011: 2.332, 2010: 1.424); es folgen die Bereiche der PMK-rechts mit rd. 17,8 % (2011: 591; 2010: 864), der PMK-sonstige mit 8,3 % (2011: 274; 2010: 527) und der PMAK mit 3,6 % (2011: 120, 2010: 74)
Die Masse der Delikte der PMK umfassen Propagandadelikte. Sie werden überwiegend von rechts begangen. Das ist logisch, denn Linke können in ihrem Sinne eigentlich kaum Propagandadelikte begehen. Ihre Hetze ist überwiegend nicht strafbewehrt.
Im Jahr 2011 wurden insgesamt elf Tötungsdelikte verzeichnet (2010: 14). Neben dem bereits genannten vollendeten Tötungsdelikt mit zwei Todesopfern im Bereich PMAK sind zehn versuchte Tötungsdelikte gemeldet worden: Fünf dieser Versuche sind der PMK-rechts, drei der PMK-links und zwei der PMAK zugeordnet worden.
Was die verletzten Opfer von Gewaltdelikten angeht, so haben Linke und Rechte in etwa eine ähnliche Anzahl von Opfern geschaffen. Die relativ gesehen niedrigere zahl von Verletzten nach Linksextremen Gewalttaten dürfte vor allem daher rühren, daß Polizisten bei Demonstrationen Schutzausrüstung tragen, die sie vor erheblichen Verletzungen schützt.
Die fremdenfeindlichen Straftaten im Jahr 2011 haben insgesamt um 16,7 % (2011: 2.528;2010: 2.166) zugenommen; bezogen auf die Gewalttaten ist mit rd. 21,1 % (2011: 373; 2010: 308) der Anstieg überproportional im Vergleich zur Entwicklung der politisch motivierten Gewaltkriminalität.
Hingegen ist bei dem antisemitischen Straftatenaufkommen nach einem erneuten Rückgang um - 2,3 % (2011: 1.239; 2010: 1.268) das zweite Jahr in Folge der niedrigste Stand seit 2001 registriert worden. Der Rückgang bei den antisemitischen Gewalttaten beträgt - 21,6 % (2011: 29; 2010: 37); insofern wurden die zweitniedrigsten Werte seit 2001 erreicht.
Die Medien haben natürlich darüber berichtet:
Die Gebühren finanzierten Medien der ARD haben die Entwicklung gekonnt verkürzt dargestellt. Dort wurde in den Nachrichten sehr selektiv berichtet und so durch gezielte Weglassungen ein unrichtiges Bild hergestellt. Sinngemäß hieß es im DLF:
- Die Straftaten der politisch motivierten Gewalt sind auf einen Höchststand angestiegen.
- Den Großteil machen rechte Straftaten aus.
- Straftaten mit Ausländerfeindlichem Hintergrund stiegen um rund 21%.
Für den unbedarften Nachrichtenhörer kann das nur -inhaltlich völlig falsch- so zu verstehen sein:
Rechte haben mit dem Anstieg der Gewalttaten gegen Ausländer die politisch motivierte Kriminalität um 21% steigen lassen. Linke sind wahrscheinlich nicht kriminell oder gewaltbereit, denn explizit Rechte sind für die meisten Straftaten verantwortlich. Wäre es anders wären die Linken ja erwähnt worden. → Der Kampf gegen Rechts muss weiter verstärkt werden, damit die PKS nicht weiter explodiert. Wir haben ein gewaltiges Problem mit „Rechts“ im weitesten Sinne.
Man muss weder die eine, noch die andere politische Seite bevorzugen. Man kann wie wir, jede Art politisch motivierter Straftaten ablehnen und dennoch die These wagen, daß es sich hierbei um gezielte Desinformation der Bevölkerung handelt.
Ob es sich dabei um persönliche politische Interessen der Nachrichtenmacher, oder um eine strategisch angelegte Aktion von medienbestimmenden Kreisen handelt, weiß man als außenstehender Medienkonsument nicht so genau.
Auch das konkrete Ziel ist nicht genau zu erkennen: Es könnte wegen der zeitlichen Nähe zu den islamististischen Gewaltexzessen in Bonn und dem Wahltermin am kommenden Sonntag um eine taktisch flankierende Aktion im NRW-Wahlkampfendspurt (DLF sitzt in Köln) handeln.
Es könnte sich aber auch um eine längerfristig strategisch angelegte Maßnahme handeln, die die Finanzierung der ABM Stellen im Kampf gegen Rechts rechtfertigen soll. (Bekanntlich sind 70% der Medienmacher bekennend rot/grün orientiert, und damit ideologisch der linken Szene zuzuordnen)
Unser Fazit der Vorstellung:
Die PMK links wird vom BMI nicht verharmlost, sonder als echtes Problem erkannt. Was fehlt ist die mediale Kommunikation dessen und konkrete Folgen für politisches Handeln.
Die PMK rechts steht weiter im Fokus der Öffentlichkeit, da sie quantitativ größer ist als die Linke und relativ gesehen mehr verletzte Opfer fordert als PMK links. Absolut betrachtet ist das aber falsch!
Die Gefahr durch PMK Ausländer ist angestiegen und als gefährlicher Trend erkannt worden. Die Gefahr geht weiterhin und zunehmend von islamisch („islamistisch“)motivierten Tätern aus. Es bedarf weiterhin und verstärkt der Bekämpfung dessen.
Die PMK rechts wird politisch höchstens relativ medial absolut gesehen überbewertet. Die PMK links wird sowohl politisch (was konkrete Maßnahmen angeht), als auch medial absolut unterbewertet. Die PMKA wird in etwa in dem Maße politisch und medial wahrgenommen, wie sie sich entwickelt. Konkrete Maßnahmen werden zunehmend nötig.
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